
Die Arbeitnehmergewerkschaft im Luftverkehr (AGiL) warnt vor den aktuellen Plänen der Lufthansa, erneut mehrere tausend Stellen zu streichen. AGiL fordert ein klares und nachhaltiges Zukunftskonzept, anstelle von kurzfristigem Krisenmanagement.
„Nach der Corona-Krise hat Lufthansa massiv Personal abgebaut und dabei Abfindungen in Millionenhöhe gezahlt. In der Folge mussten viele Stellen aufwendig wiederbesetzt werden – teilweise mit denselben Beschäftigten –, weil das Unternehmen sein Geschäft nicht mehr stemmen konnte. Heute stehen wir erneut vor dem gleichen Muster: Statt einer erkennbaren Strategie zur langfristigen Profitabilität sehen wir, wie Probleme pauschal durch Stellenabbau gelöst werden sollen“, erklärt Thorsten Beißner, Vorstandsvorsitzender von AGiL.
Zudem kritisiert AGiL, dass Zukäufe und Neugründungen von Gesellschaften zunehmend zu Komplexität und Doppelstrukturen führen. Währenddessen wachsen die Leitungsstrukturen – auf Kosten der operativen Belegschaft.
„Was am Ende bleibt, ist eine ausufernde Managementstruktur – finanziert durch wachsenden Leistungsdruck auf die Beschäftigten. Die Antwort darf nicht lauten: 3.000 bis 4.000 weniger Stellen. Die Antwort muss sein: eine klare, zukunftsweisende Strategie, die das Unternehmen stabilisiert und die Beschäftigten mitnimmt. Die Stärke der Lufthansa liegt nicht in kurzfristigen Einsparungen, sondern in den Menschen, die Tag für Tag dafür sorgen, dass das Unternehmen fliegt“, betont Thorsten Beißner weiter.
