Liebe Kolleginnen und Kollegen,
die jüngsten Gewerkschaftsmeldungen von ver.di zu einer möglichen Ausgliederung unserer Stationen in Frankfurt (FRA) und München (MUC) haben bei vielen von euch große Verunsicherung ausgelöst. Diese Reaktionen sind verständlich – schließlich geht es um unsere Arbeitsplätze, unsere Sicherheit und unsere Zukunft.
Was derzeit bekannt ist
ver.di weist darauf hin, dass
• Lufthansa in München mit der Lufthansa Ground Services GmbH (LGS) eine Selbstabfertigung auf dem Vorfeld gestartet hat.
• diese Gesellschaft nicht unter den Lufthansa-Tarifvertrag, sondern unter einen von ver.di tarifierten Branchentarifvertrag für Bodenverkehrsdienste fällt.
• dadurch eine Plattform für mögliche Auslagerungen geschaffen worden sei.
Bislang liegen keine bestätigten Informationen über konkrete Pläne des Arbeitgebers vor – vieles basiert auf Gerüchten und Spekulationen.
Was wir tun
Wir nehmen eure Sorgen sehr ernst.
Um Transparenz zu schaffen, habe ich in der heutigen Betriebsratssitzung einen Beschlussantrag eingebracht, der angenommen wurde.
Wir fordern den Arbeitgeber auf, innerhalb von 14 Tagen offenzulegen, ob es Planungen oder Überlegungen zur Ausgliederung, zum Betriebsübergang oder zur Aufgabenübertragung in den nächsten fünf Jahren gibt.
Diese Forderung stützt sich auf die §§ 80, 90 und 111 BetrVG. Sollte Lufthansa dieser Auskunftspflicht nicht nachkommen, kann der Betriebsrat rechtliche Schritte einleiten.
Unser Ziel
Wir stehen geschlossen für Transparenz, Mitbestimmung und Arbeitsplatzsicherheit.
Nur mit klaren Fakten können wir gemeinsam handeln und unsere Rechte und Arbeitsbedingungen schützen. Ich habe den Beschluss auch an unsere AGiL-KollegInnen in München weitergeleitet und das gleiche Vorgehen empfohlen.
Wir halten euch selbstverständlich über alle Entwicklungen zeitnah auf dem Laufenden.
Für Klarheit, Zusammenhalt und Sicherheit.
Mit kollegialen Grüßen
Thorsten Beißner

